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Wie viel Süßungsmittel steckt in Erfrischungsgetränken?

Sie heißen unter anderem Aspartam, Cyclamat und Saccharin, stecken in zahlreichen Lebensmitteln und sind um das bis zu 3.000-fache süßer als normaler Haushaltszucker. Das neueste Projekt der BfR-MEAL-Studie befasst sich mit der Frage, wie viel von diesen Süßungsmitteln in Erfrischungsgetränken wie Limonaden, Fruchtsaftgetränken und Energydrinks enthalten sind.

Hintergrund ist die im Jahr 2018 vom Bundeskabinett verabschiedete Reduktions- und Innovationsstrategie. Ihr Ziel ist es, Übergewicht und Krankheiten wie Diabetes zu reduzieren, indem weniger Zucker, Fett und Salz in Fertigprodukten eingesetzt werden. Erreicht werden soll das auch durch eine stärkere Verwendung von kalorienfreien Süßungsmitteln unter anderem in Erfrischungsgetränken. Tatsächlich sank laut Max Rubner-Institut zwischen 2018 und 2019 der Zuckergehalt in Erfrischungsgetränken um 3,2 Prozent. Gleichzeitig stieg die Zahl der mit Süßungsmitteln gesüßten zuckerarmen Limonaden, isotonischen Getränken und Teekaltgetränken leicht. Da Süßungsmittel zu den Lebensmittelzusatzstoffen gehören, müssen sie entsprechend in der Zutatenliste aufgeführt werden.

Ziel der BfR-MEAL-Studie ist es, in den kommenden Monaten die in Erfrischungsgetränken eingesetzten Mengen an Süßungsmitteln analytisch zu quantifizieren. Dafür wird das Modul der Lebensmittelzusatzstoffe um Süßungsmittel erweitert: Acesulfam K, Aspartam, Cyclamat, Neohesperidin-DC, Neotam, Saccharin, Sucralose, Steviolglycoside, Rebaudiosid A und Advantam. Das Team der BfR-MEAL-Studie kauft dafür 95 marktrelevante gesüßte Erfrischungsgetränke ein. Untersucht werden die Proben von einem externen Labor, anschließend werden die Analyseergebnisse im Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ausgewertet und dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zur Verfügung gestellt.

Das BfR hat im Jahr 2019 den vermehrten Einsatz von Süßungsmitteln gesundheitlich bewertet und weiteren Forschungsbedarf identifiziert – beispielsweise mit Blick auf besonders sensible Verbrauchergruppen oder auf mögliche kumulative Wirkungen der einzelnen Süßungsmittel. Das aktuelle Projekt der BfR-MEAL-Studie kommt den Empfehlungen nach, aktuelle und valide Daten zur Schätzung der derzeitigen Aufnahmemenge von Süßungsmitteln in der Bevölkerung zu erheben.

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